DUNYAZADE


Eine kleine Geschichtsstunde

Der orientalische Tanz (Raqs al Sharqi), fälschlicherweise oft nur als "Bauchtanz" bezeichnet,
besitzt eine jahrtausende alte Tradition. Er war in seinen Ursprüngen ein ritueller Fruchtbarkeits- und Geburtstanz - ein Tanz von Frauen für Frauen.

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte er sich vom Ritual- zum Unterhaltungstanz; seit Anfang des letzten Jahrhunderts (1893 bis heute) dann zum Showtanz. Durch Einflüsse anderer Tanzarten (z. B. Ballett, Flamenco, Modern Dance, Jazztanz, u.v.m.) wurde und wird der orientalische Tanz immer mehr bereichert, ohne jedoch seinen eigenen Ursprung und seine eigene Ausdruckskraft zu verlieren.

Die erotische Ausstrahlung dieses Tanzes wird oft als "Aufforderung" mißdeutet, wobei die präzise Technik und das hohe Maß an Körperbeherrschung gänzlich unterschätzt wird.

Durch die gestiegende Toleranz des Publikums, aber auch durch das Engagement einzelner Tänzerinnen, gehört heute der orientalische Tanz bei vielen gesellschaftlichen Anlässen zum Programm-Highlight
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